Über uns

Seit 1951 wird am Schlossberg schon Theater gespielt. Zuerst spielte das Tiroler Landestheater zum 300. Todestag von Dr. Wilhelm Bienner hier „Der Kanzler von Tirol“, dann spielte die EXL-Bühne „Der Judas von Tirol“ von Franz Kranewitter. Die Aufführungen der Berufsbühnen verlangten einen sehr hohen Personalaufwand und auch eine Schlechtwetterentschädigung musste mit einberechnet werden.

Für die Gemeinde wurden die Kosten zu hoch und man konnte sich das Theater auf der Freilichtbühne nicht mehr leisten. 1954 gründeten daraufhin einige Rattenberger (Eugenie Wohlfahrt, Sebastian Samer, Marianne Winkler, Ernst Gschwentner) den Volksschauspielverein Rattenberg und begannen mit „Lumpazivagabundus“ von J. N. Nestroy voller Begeisterung und Risikobereitschaft mit „unserem Theater“ - sie mussten sich vom Tourismusverband             öS 3000,- ausleihen und nach der Saison das Darlehen wieder zurückzahlen. Die Schlossbergspiele Rattenberg waren geboren. An der Liste der Stücke, die in den letzten 70 Jahren gespielt worden sind (siehe Inhaltsverzeichnis), sieht man, welches Ziel die Schlossbergspiele Rattenberg verfolgt haben: gute Stücke sollten es sein, auf die große Freilichtbühne sollten sie passen, und Abwechslung sollten sie dem Publikum bieten.

Bis heute sind wir diesen Grundsätzen treu geblieben. In den letzten Jahren haben wir begonnen, Stücke für unsere Bühne bearbeiten zu lassen - eine gute Sache, wie sich herausgestellt hat.

Die Schlossbergspiele Rattenberg haben es im Lauf der Jahre geschafft, sich den Ruf des  „Besonderen“ zu erarbeiten - das schönste Geschenk zum 70. Geburtstag, das sich eine Laienspielgruppe machen kann, deren Mitglieder keine Gagen bekommen. Auch aus diesem Grund hat es das Ensemble geschafft, jedes Jahr eine neue Produktion auf die Beine zu stellen. Mit viel Herz und Begeisterung für das Theater soll es auch möglich sein, unsere Schlossbergspiele Rattenberg in die Zukunft zu führen.