Spielbeginn

für alle Spiel-Termine:
21.00 Uhr

Kartenabholung von 19:00 bis 20:30 Uhr an der Abendkasse, nur für den jeweiligen Aufführungstag!

Bühnentelefon für Wetterfragen
ab 19.00 Uhr: 0664/4205356

Premierenvorverkauf

Freitag, 30.06.2017: Premiere "Die Kluibenschädel Saga"
(Ersatztermin: Samstag, 01.07.2017)

KARTENVORVERKAUF FÜR DIE PREMIERENVORSTELLUNG:
Eintrittskarten sind in Form von Gutscheinen bei folgenden Einrichtungen erhältlich:
-
TVB Alpbachtal Seenland (Geschäftsstelle Rattenberg, Infostand Parkplatz West)
- Raiffeisen Bezirksbank Kufstein eGen (Geschäftsstelle Rattenberg)
- Telefonisch über unser Büro unter: +43(0)5337/64002 oder 64003.
Sie erhalten einen Eintrittsgutschein, der an der Abendkasse eingelöst wird.
Es ist erforderlich, telefonisch oder per email Ihren Platz zu reservieren.

Zum Stück

„Die Kluibenschädel-Saga“

Manfred Schilds satirische Komödie wirft einen ironischen Blick auf die Frage, ob es in der Politik wirklich nur um Werte und gute Taten im Sinne des Allgemeinwohls geht. Oder geht es jenseits von Wertekanon und Moral vielleicht doch mehr um die Macht und das Geschäft? Weil solange es im Geldtaschl stimmt, ist das mit der Moral und dem vorbildlichen Leben gar nicht so schwer. Aber was tut man als Hirte, wenn ein Schäfchen aus der treuen Wahlherde seine eigenen Wege geht?

In dem kleinen, feinen und vollkommen verschlafene Dörfchen Niederober-Unterberg regiert Bürgermeister Ferdinand Kluibenschädel der Zwölfte mit gestrenger Hand. Kein Mensch kennt dieses unbedeutende Pünktchen auf der Landkarte. Aber das wird sich ändern. Denn der Bürgermeister hat mit den „politischen Wasserköpfen in Wien“ einen heimlichen Deal ausgehandelt: Niederober-Unterberg wird eine moralische Hochburg, ein Vorzeigemodell für Harmonie, Einigkeit und Werte. Schluss mit den ewigen Diskussionen. Ein Land, ein Hirn, eine Heimat und schon ist sie da, die Insel der Seligen. Deswegen werden bei der bevorstehenden Nationalratswahl alle das Gleich wählen. Dass Niederober-Unterberg dafür als Gegenleistung 30 Millionen und eine Anbindung an die Bundesstraße bekommt, muss ja keiner wissen.

Am Wahltag herrscht hektische Betriebsamkeit. Ein Kamerateam ist aus Wien angereist, um die guten Menschen aus Niederober-Unterberg zu filmen. Die Schützenkompanie marschiert geschlossen wie ein Mann ins Wahllokal ein, alles läuft wie am Schnürchen und im Wirtshaus sieden bereits die Würstel für die Feier im Topf. Als der Gemeindesekretär feierlich das Ergebnis verkündet, stockt allen der Atem. Denn es wurde eine Stimme für die KP abgegeben.

Entsetzen macht sich breit. Irgendwo im Dorf gibt es einen Querdenker. Da wäre man sich so schön einig gewesen. Über Werte, Moral, Harmonie und... na ja, eben auch einen schönen Batzen Geld. Plötzlich ist alles nichts, weil so ein dahergelaufener „leninistischer Lackl“ findet, dass Demokratie ohne Diskussion nicht funktioniert. Ferdinand Kluibenschädel der Zwölfte versteht die Welt nicht mehr. Aber er schwört bei den Gebeinen seines Urahns, Ferdinand Kluibenschädel dem Ersten, dass man den Ursprung allen Übels auffinden wird. Und schon bricht in Niederober-Unterberg lustvoll der hemmungslose Wahnsinn aus.