Stefan Hellbert - Bühnenstückautor
Geboren am 7. Februar 1963 in Innsbruck, aufgewachsen in Sellrain. Seit 1999 wohnt er mit seiner Frau Sabine und den Söhnen Elias und Samuel in Jenbach. Stefan Hellbert ist seit 1995 literarisch tätig.
Stücke:
- Kreuzwechsel Nordtirol (UA 1996-Sellrain)
- Bauschutt und Karrnerleut (UA 1997-Sellrain)
- Kreuzwechsel Südtirol (UA 1999-Gossensaß)
- Hexen, Adel, Notburgamythos (UA 2001-Freilichtspiele Kaltern)
- La Grand (UA 2002-Schwaz)+ Polaggenhur (UA 2003-Schwaz)
- Schwazer Knappenspiel im Berg (UA 2002-Schwaz)
- Lenz und Benz I (UA 2003-Schwaz)
- Vakuum oder alles Puschkin (UA 2004-Tiroler Volksschauspiele)
- Szenische Stadtführung (UA 2004-Schwaz)
- Lenz und Benz II (UA 2005-Schwaz)
- Seelenzoll (UA 2008-Schnann a. Arlberg)
- Der Haspinger (UA 2009 – St. Magdalena-Gsies)
- Die Siebtelbauern (frei nach dem Film von Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky)
Derzeit in Arbeit: „Die Selektion" (2 Personenstück über die NS Euthanasieopfer in Tirol)
Stefan Ruzowitzky - Drehbuchautor

Einen großen Teil seiner Kindheit verbrachte Ruzowitzky in Düsseldorf, wo sein Vater als Maschinenbauingenieur arbeitete. Nachdem seine Familie nach Österreich zurückgekehrt war, besuchte er das Akademische Gymnasium Spittelwiese in Linz, an dem er auch maturierte. Ruzowitzky studierte Theaterwissenschaften und Geschichte an der Universität Wien und drehte mehrere Musikvideos, zum Beispiel für 3-o-Matic ("Success"), N'Sync ("Tearin' up my heart") oder Stefan Raab ("Ich mache nur noch Volksmusik"). Er ist seit 1999 mit Birgit Sturm (* 1968) verheiratet; sie haben zwei Kinder und wohnen in Klosterneuburg.
1996 lieferte er mit dem Spielfilm Tempo sein – mit dem Max Ophüls-Preis ausgezeichnetes – Regie- und zugleich auch Drehbuchdebüt ab. Es folgte mit Die Siebtelbauern (1998) ein von der Kritik gelobtes Drama im bäuerlichen Milieu des Mühlviertels in der Zwischenkriegszeit, das mit einigen internationalen Filmpreisen bedacht wurde. Ruzowitzky führte dann bei deutschen Thrillern Anatomie (2000) und Anatomie 2 (2003) Regie. Anatomie lockte allein in Deutschland über zwei Millionen Besucher in die Kinos.
2007 stellte Ruzowitzky bei der Berlinale 2007 seinen neuen Film Die Fälscher vor. Dieses KZ-Drama traf auf wohlwollendes Echo der Kritik. Im selben Jahr wurde Ruzowitzkys Drama als offizieller österreichischer Beitrag für die Nominierung um den besten fremdsprachigen Film bei der Oscar-Verleihung 2008 ausgewählt.[3] Die Nominierung aus 63 nicht englischsprachigen Produktionen durch die Academy erfolgte am 22. Januar 2008.[4] Der Film konnte sich bei der 80. Oscarverleihung am 24.Februar 2008 erfolgreich gegen die Auslandskonkurrenz durchsetzen. Ruzowitzky erhielt die Oscar-Statuette aus den Händen von Penélope Cruz. Im Oktober 2008 erhielt er in Agrigent (Sizilien) den internationalen Preis Efebo d'Oro und wurde damit für Die Fälscher geehrt.
Filmografie
Regie und Drehbuch, wenn nicht anders angegeben:
- 1994: Montevideo (TV Comedy)
- 1996: Tempo
- 1998: Die Siebtelbauern
- 2000: Anatomie
- 2001: Die Männer ihrer Majestät (All the Queen's Men, nur Regie)
- 2003: Anatomie 2
- 2007: Die Fälscher
- 2009: Hexe Lilli – Der Drache und das magische Buch
- 2011: KIN
Auszeichnungen
- 1997: Saarbrücken / Förderpreis Langfilm für Tempo
- 1998: Rotterdam / Bester Film für Die Siebtelbauern
- 1998: Flanders Film Festival / Bester Film für Die Siebtelbauern
- 1998: Preis des saarländischen Ministerpräsidenten für Die Siebtelbauern+ 1998: Valladolid / Silberne Ähre für Die Siebtelbauern
- 2007: Nominierung für den Goldenen Bären für Die Fälscher
- 2007: Kulturpreis der Stadt Klosterneuburg
- 2008: Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film für Die Fälscher
- 2008: Goldener Rathausmann der Stadt Wien
- 2008: Romy in der Kategorie TV-Moment des Jahres für den Oscar als Bester fremdsprachiger Film für Die Fälscher
Pepi Pittl - Regisseur

Jahrgang 1946, Schauspieler und Volkstheaterregisseur
Nach „ERDE“ im Sommer 1999 und „KEIN PLATZ FÜR IDIOTEN“ 2000, „FRAU SUITNER“ 2001, „BRANDNER KASPAR“ 2003 „DIE HUTTERER“ 2004 "DER NAME DER ROSE" 2006 „SPECKBACHER“ 2009 führt Pepi Pittl heuer zum 8. Mal Regie auf dem Schlossberg.
Theater
In ca. 125 Produktionen seit 1968. Volksbühne Blaas, Kellertheater, Stadt-Theater Innsbruck,Kulturgasthaus Bierstindl, LT Innsbruck, Liechtenstein, München, mehrere Uraufführungen von und mit Felix Mitterer, Tiroler Volksschauspiele Telfs, „Die Beichte“,
Hörspiel von Felix Mitterer 2004, „Mein Ungeheuer“ von Felix Mitterer 2005,
„Der Patriot“ von Felix Mitterer 2009 – 2011
Fernsehen
Von 1970 bis 2000 18 Theateraufzeichnungen ORF
„5.Jahreszeit“, Regie R.Schwabenitzky, 3 Teile, 1980
„Verkaufte Heimat“, Regie Karin Brandauer, 2 Teile, 1988
„Piefke-Saga“, 4 Teile, 1990 bis 1992
„Fahrt in die Hauptstadt“, Regie W.Paulus, 1991
„Almrausch und Pulverschnee“, Regie Franz Antel, 1992
„Alle für die Mafia“, Regie Gernot Friedel, 1992
„Tatort“, Mitwirkung in drei Folgen
„Andreas Hofer“, Regie Xaver Schwarzenberger, 2001
„Tauerngold“, Regie R.Nüchtern, 2002
„Wildschütz Jenerwein“, Regie H.G.Bücking, 2002
„Tatort“ - Baum der Erlösung - 2008
„Der verlorene Sohn“, Regie Otto Retzer, 2010
Film
„Marktplatz“, Regie Christian Berger, 1993
„Zwei Kinogesichter“, Prod. H.Weisskopf, 1998
„Die Skrupellosen“, Prod. H.Weisskopf, 2001
„Andreas Hofer“, Regie Xaver Schwarzenberger, 2001
„Die Märtyrer des Glaubens“, Regie Tom Lederer, 2005
„Der Bär ist los“, Regie Xaver Scharzenberger, 2009
„Für eine Handvoll Kaspressknödel“, Schienentröster 2010
Rückblick 2011 - Die Siebtelbauern
Zum Stück
Für die Schlossbergspiele Rattenberg unter Obfrau Claudia Lugger hat der Tiroler Autor Stefan Hellbert diesen Stoff bearbeitet und ein Volksstück geschaffen, das es in sich hat: einen Alpenwestern.
Das Stück spielt in den 30er Jahren in einem Tiroler Dorf, im Bauernmilieu, in der Dorfhierarchie – aber es kommt zur Anarchie, zur Emanzipation der Mägde und Knechte. Es geht um die (Un-)Möglichkeit, als Außenseiter in den verkrusteten Machtstrukturen einer gottgegebenen Ordnung zu überleben. Es geht um Leben und Tod, Freiheit und Territorien, um Liebe, Hoffnung und Sehnsucht:
„Die Siebtelbauern“ ist ein Stück des Widerstandes und des Scheiterns und ein Stück über die, die trotzdem nicht aufgeben.






